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| LIPPISCHE LANDESZEITUNG vom 15.4.2008 |
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STARKE FUSION AUS KLASSIK UND MODERNE Zweite Auflage der Kulturnacht "Made in OWL" in der Lipperlandhalle Lemgo. "Ich habs versucht", sang Heinz Rudolf Kunze in der Lipperlandhalle zum Abschluss von "Made in OWL". Weit mehr als ein Versuch war die Kulturnacht mit Interpreten aus der Region. Mit etwa 1100 Besuchern war die zweite Auflage nicht ganz so gut besucht wie die Premiere 2007. Wer dort war, hat es aber sicher nicht bereut. "Kann ich Ihnen nach so einer modernen Darbietung jetzt mit Liedchen kommen?", fragte Heinz Rudolf Kunze, der als Hauptact das Finale der Kulturnacht bestreiten durfte. Der aus Espelkamp stammende Liedermacher stand noch ganz unter dem Eindruck des nicht nur für die ganz jungen Gäste beeindruckenden Experiments aus der Kombination von HipHop und Klassik. "Rückenwind" bescherte Kunze gesanglich auch dem Veranstaltungsteam um Barbara Colell, dem mit der vielschichtigen Zusammensetzung des vierstündigen Konzertabends erneut ein ebenso gelungener wie qualitativ hochwertiger Querschnitt der Musikszene der Region gelungen ist. Völlig neu, so kommentierte Kunze, das Arrangement von Dr. Fritz Feger, der die Titel des Liedermachers für das begleitende Orchester gesetzt hatte. "Das klingt wie ein Italo-Western - ganz anders, als ich es ursprünglich gedacht hatte", schmunzelte er. Tobender Applaus, nicht nur von den zahlreichen jugendlichen Fans, erntete zuvor Schneider MC mit seinen humorvollen Raps. Auch hier hatte Fritz Feger, selbst am E-Bass zu hören, das beeindruckende Arrangement des HipHop in Verbindung mit dem begleitenden Orchester geleistet. Vor allem der ungewohnte Einsatz der Musiker unter Leitung von Malte Steinmetz [Anm. d. Red.: Malte Steinsiek] hatte es dem Moderatoren-Duo Hera Lind und Thorsten Wagner angetan. "Für dieses Orchester würde ich auch kochen", lächelte Lind in Anspielung darauf, dass die Mutter des Dirigenten im Anschluss an Konzerte die Musiker bekoche. Die Westfälische Kammerphilharmonie hatte die Sinfonie Nr. 26 des Salzburgers Wolfgang Amadeus Mozart zur Eröffnung des Abends mitgebracht. Ans Herz ging es anschließend, als Julia Gartemann, seit 2000 Mitglied der Berliner Philharmoniker, das "Andante und Rondo ungarese" von Carl Maria von Weber auf der Bratsche erklingen ließ. Gleich im Anschluss bereicherte die aus Shanghai stammende Hövelhoferin Xu Fengxia mit chinesischem Gesang die stilistische Bandbreite. Nach der exotischen Reise in die fernöstliche Musik begleitete das Detmolder Schlagzeugensemble mit wirbelnden Stöcken und mitrei§endem Tempo das Publikum in die Pause. Im Anschluss sorgten Fritz Krisse und Florian Weber mit ihrer Verbindung aus Klassik und Jazz für atemlose Stille unter den Gästen. Weber bedankte sich beim Orchester dafür, sein "Opus 1" in ein so herrliches Klangerlebnis umgesetzt zu haben A. Gallisch |
| zuletzt aktualisiert am 17.4.2008 |